Stanley Park: 400 Hektar Stadtwald
Der Stanley Park ist größer als der Central Park und fast vollständig bewaldet. Die zehn Kilometer lange Seawall führt einmal außen herum – zu Fuß ein halber Tag, mit dem Leihrad zwei entspannte Stunden mit Blick auf Hafen, Lions Gate Bridge und die Berge von North Vancouver. Sehenswert im Park: die Totempfähle am Brockton Point und der Prospect Point. Räder leiht man an der Denman Street; auf der Seawall wird gegen den Uhrzeigersinn gefahren.
Granville Island und die Strände
Unter der Granville Bridge liegt auf einer Halbinsel der Public Market: Obststände, Fischtheken, Bäcker, dazu Werkstätten und eine Brauerei. Am besten vormittags kommen, wenn die Aquabus-Fähren über False Creek pendeln und die Stände frisch bestückt sind. Danach zu Fuß nach Kitsilano – Kits Beach ist der beliebteste Stadtstrand mit Blick auf Downtown. Im Sommer schwimmt man tatsächlich im Pazifik; das Freibad am Strand ist mit 137 Metern das längste Kanadas.
Gastown, Chinatown und ein Tag in den Bergen
Gastown, das älteste Viertel, mischt viktorianische Fassaden mit Boutiquen und Restaurants; die dampfbetriebene Steam Clock ist eher Kuriosität als Attraktion. Das historische Chinatown lohnt für den klassischen Garten von Dr. Sun Yat-sen. Wer Zeit hat, fährt nach North Vancouver: Die Capilano Suspension Bridge schwankt 70 Meter über dem Fluss – teuer, aber eindrucksvoll; die freie Alternative ist die Lynn Canyon Bridge. Im Winter liegt mit Grouse Mountain ein Skigebiet 20 Minuten vom Zentrum.
Essen: Pazifik auf dem Teller
Vancouvers Küche lebt vom Meer und von Asien. Sushi ist hier so alltäglich und günstig wie kaum irgendwo außerhalb Japans – die California Roll soll in Vancouver erfunden worden sein. Dazu kommen Dim-Sum-Häuser in Richmond, Fish and Chips am Steveston-Hafen und Lachs in allen Varianten. Wer nur einmal ausgibt, tut das bei Sonnenuntergang in einem Restaurant mit Blick über English Bay.
Wetter, Anreise, Kosten
Vancouver ist mild, aber nass: Von November bis März regnet es oft tagelang. Die verlässlich schönste Zeit sind Juni bis September. Vom Flughafen fährt die Canada Line in 25 Minuten nach Downtown. Hotels sind teuer; wer spart, wohnt nahe einer SkyTrain-Station außerhalb und pendelt. Restaurants rechnen wie überall in Kanada Steuern und 15 bis 20 Prozent Trinkgeld auf den Kartenpreis obendrauf.
