Orientierung: Downtown und der See
Toronto liegt am Ontariosee, und das Zentrum ist erfreulich kompakt. Der CN Tower ist mit 553 Metern das Wahrzeichen; die Aussichtsplattform lohnt sich an klaren Tagen, Tickets bucht man besser vorab online. Direkt daneben liegen das Rogers Centre und das Ripley’s Aquarium. Von der Union Station aus – dem zentralen Bahnhof – erreicht man fast alles zu Fuß oder mit der übersichtlichen U-Bahn; ab drei Fahrten lohnt die Tageskarte. Die Uferpromenade Harbourfront eignet sich für einen ersten Spaziergang mit Blick auf die Skyline.
Viertel, die den Unterschied machen
Kensington Market ist ein buntes Gassenviertel mit Vintage-Läden, Straßenkunst und Küchen aus aller Welt – samstags am lebendigsten. Das benachbarte Chinatown an der Spadina Avenue gehört zu den größten Nordamerikas. Im Distillery District, einer autofreien viktorianischen Industrieanlage, sitzen Galerien, Cafés und im Winter ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt. Wer Design und Boutiquen sucht, geht nach West Queen West; für Studentenflair und günstiges Essen ins Annex-Viertel.
Die Toronto Islands: Skyline vom Wasser
Die Fähre vom Jack Layton Ferry Terminal braucht nur fünfzehn Minuten und bringt Sie auf die autofreien Toronto Islands. Hier gibt es Strände, Fahrradverleih, Picknickwiesen – und den besten Blick auf die Skyline, besonders zum Sonnenuntergang. Im Sommer unbedingt die Rückfahrt einplanen, die Schlangen können lang werden. Eine günstige Alternative für den Skyline-Blick ist die Polson Street am Hafen.
Essen: die halbe Welt auf einer Speisekarte
Kaum eine Stadt eignet sich besser für kulinarische Weltreisen. Im St. Lawrence Market probiert man das Peameal-Bacon-Sandwich, das inoffizielle Gericht der Stadt; in Little Italy, Greektown, Koreatown und Little India wechselt die Küche im Zehn-Minuten-Takt. Reservieren muss man selten, und wer abends günstig essen will, folgt einfach den Warteschlangen der Einheimischen – sie führen fast immer zu den richtigen Adressen.
Praktisches für den Besuch
Die beste Reisezeit sind Mai bis Juni und September bis Oktober: mild, weniger voll, stabile Preise. Im Winter wird es bitterkalt, dann hilft das PATH-System – ein 30 Kilometer langes unterirdisches Fußwegenetz. Vom Flughafen Pearson fährt der UP Express in 25 Minuten zur Union Station. Getrunken wird Leitungswasser, Trinkgeld sind 15 bis 20 Prozent, und die Preise verstehen sich fast überall zuzüglich Steuern – das Etikett ist also nicht der Endpreis.
