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Berlin

Fernsehtum am Alexanderplatz  / Bild 336297
Fernsehtum am Alexanderplatz | ©: Jörg Franzen - Fotolia

Weltbekannt sind Nachtleben und Architektur der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Sie präsentiert sich auch mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall als eine facettenreiche Stadt, in der zwei grundverschiedene Systeme geherrscht haben. Aufgrund seiner historischen Bedeutung und geographischen Lage im Nordosten der Bundesrepublik gilt Berlin auch als Drehscheibe für den Kontakt und Verkehr mit Osteuropa.

Sehenswürdigkeiten von Berlin:

Unbestrittenes Wahrzeichen der Stadt ist das Brandenburger Tor am Pariser Platz. Es gilt als nationales Symbol, mit dem zahlreiche Ereignisse aus der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden sind. Zu Zeiten des DDR-Regimes stand das Brandenburger Tor direkt an der Grenze zwischen West- und Ostdeutschland. Zunächst ein Symbol für den Kalten Krieg wurde es nach 1990 zum Zeichen für die Wiedervereinigung.

Als wichtigster Sakralbau der Stadt gilt die St. Hedwigs-Kathedrale, die von Friedrich dem Großen errichtet wurde. Die ursprüngliche Idee war es, ein großes Pantheon zu Ehren aller Götter zu errichten. Katholiken aus ganz Europa hatten gespendet, um den zwischen 1747 und 1773 errichteten Bau zu verwirklichen. 1927 wurde dem Bauwerk der Status einer Basilica minor verliehen.

Weltweit verstreut ist die Berliner Mauer, die einst West- und Ostberlin teilte. Nach dem Mauerfall wurden Bruchstücke der Grenzanlage in alle Welt versteigert. An die Opfer der Berliner Mauer erinnern heute verschiedene Mahnmale, die meist auf private Initiativen zurückgehen. Beispielsweise wurde im Invalidenpark eine versenkbare Mauer errichtet. Zur Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße gehört ein Teilstück der Alten Mauer sowie die Kapelle der Versöhnung.

1884 bis 1894 wurde der Deutsche Reichstag von Architekt Paul Wallot im Stil der Neorenaissance geschaffen. Nach dem Reichstagsbrand 1933 und den Folgen des Zweiten Weltkriegs wurde er von keinem Parlament genutzt. Erst seit 1999 ist der Reichstag Sitz des Deutschen Bundestages. Notwendig war dieser Bau ursprünglich, weil die Parlamente zuvor nur in provisorischen Lösungen tagen konnten.

Das Ende der Einkaufsmeile Kurfürstendamm markiert heute die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Das Kirchengebäude wurde während der alliierten Luftangriffe am 23. November 1943 zum größten Teil zerstört. Die Kirche wurde ab dem 9. Mai 1959 neu errichtet, die 71 Meter lange Ruine des Hauptturmes blieb aber als immerwährendes Mahnmal gegen den Krieg erhalten.

Ein zentraler Platz und zugleich Verkehrsknotenpunkt ist der Alexanderplatz, kurz Alex genannt. Der Platz wurde nach dem russischen Zaren Alexander benannt und wird unter anderem von Baudenkmälern der sozialistischen Architektur gesäumt, etwa dem Haus der Elektroindustrie. Lediglich das Alexanderhaus und das Berolinahaus stammen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Berlin Rotes Rathaus  / Bild 25596215
Berlin Rotes Rathaus | ©: fhmedien_de - Fotolia

Das Rote Rathaus liegt im historischen Zentrum der Bundeshauptstadt und ist heute sowohl Sitz des Regierenden Bürgermeisters als auch des Berliner Senats. Der Name leitet sich von der roten Klinkerfassade ab, die in den 1860er Jahren von Hermann Friedrich Wassermann errichtet wurde. Architektonisches Vorbild waren das Thorner Rathaus und die Türme der Kathedrale im französischen Laon.

Eine herausragende Bedeutung für die Geschichte der Juden hat die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße in Berlin. Die Synagoge wurde 1866 eingeweiht und während der Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung zu Zeiten der Nazi-Diktatur 1938 teilweise zerstört. Dem mutigen Einschreiten von Wilhelm Krützfeld ist es zu verdanken, dass das Gebäude nicht vollständig von den Flammen der Brandstifter zerstört wurde.

Fußballfans ist das Berliner Olympiastadion als Heimspielstätte des FC Hertha BSC Berlin ein Begriff. Errichtet wurde das Stadion ab 1934 anlässlich der Olympischen Sommerspiele von 1936 in Berlin. Eigentlich hätte dafür das Deutsche Stadion auf der Berliner Rennbahn auf den neuesten Stand gebracht werden sollen. Doch nach seiner Wahl ordnete Adolf Hitler den Neubau an, weil er sowohl Stadion als auch Spiele zu Propagandazwecken nutzen wollte.

Museen in Berlin:

Berlin Mitte Bodemuseum mit Fernsehturm an der Spree  / Bild 25590085
Berlin Mitte Bodemuseum mit Fernsehturm an der Spree
©: fhmedien_de - Fotolia

Das meistbesuchte Museum Berlins ist das Pergamonmuseum, das zum Ensemble auf der Museumsinsel gehört. Das Museum gliedert sich in drei Bereiche: die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst sowie das Vorderasiatische Museum.

Eines der bedeutendsten Naturkundemuseen weltweit ist das Berliner Naturkundemuseum. Mehr als 30 Millionen Objekte und das weltgrößte Dinosaurierskelett gehören zur Sammlung.

Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 25.000 Quadratmetern präsentiert das Deutsche Technikmuseum Berlin Einblicke in die Technikgeschichte. Den Schwerpunkt bilden Wasserstraßen- und Schienenverkehr.

Der Architektur der Bauhaus-Stilrichtung widmet sich das Bauhaus-Museum in Berlin-Tiergarten. Die Sammlung gilt als umfangreichste aus der Bauhausschule weltweit.

Theater:

Die Staatsoper Unter den Linden ist das älteste und eins von drei Berliner Opernhäusern. Das Haus zeichnet sich durch eine stattliche Liste von bedeutenden Uraufführungen aus.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind eines der wichtigsten Ereignisse aus der Welt des Films, das alljährlich zahlreiche Stars in die Bundeshauptstadt lockt.

Die zehn bedeutendsten Theaterinszenierungen in ganz Deutschland werden seit 1964 alljährlich beim Berliner Theatertreffen ausgezeichnet.

Hotels:

Das traditionsreiche Kempinski Bristol Berlin, direkt am Kurfürstendamm gelegen, macht wohnen zu einem ganz besonderen Erlebnis mit einem klassisch-modernen Flair. Erstklassiger Service in einer luxuriösen Atmosphäre erwartet die Gäste im legendären Adlon Kempinski am Pariser Platz. Die Restaurants gelten als Geheimtipp für Genießer.

Zeitlose Eleganz und modernste Dienstleistungen bietet das Ritz-Charlton in der Nähe des Brandenburger Tores seinen Gästen. Die wichtigsten Orte der Bundeshauptstadt liegen nur einen Katzensprung entfernt.

Berlin Potsdamer Platz  / Bild 1824764
Berlin Potsdamer Platz | ©: BBB3 - Fotolia

Oberbaumbrücke in Berlin  / Bild 33565035
Oberbaumbrücke in Berlin | ©: fhmedien_de - Fotolia

Nachtleben und Szenetipps:

Das Mädcheninternat ist einer der beliebtesten Clubs in Berlin. Gäste, die in Schuluniform erscheinen, dürfen umsonst rein.

Die Attraktion im Club Cascade ist ein Wasserfall, der direkt neben dem Eingang zu Boden stürzt. Der Club überzeugt durch seine großzügige Lounge zum Chillen.

Die Fans südamerikanischer Musik kommen in der Discothek Havanna voll und ganz auf ihre Kosten. Auf vier Dancefloors werden unterschiedliche Stilrichtungen gespielt.

Eines der angesagtesten Szenerestaurants der Hauptstadt ist das Oxymoron in den Hackeschen Höfen. Tagsüber ist hier ein edles Restaurant angesiedelt, das sich nachts in einen Nachtclub verwandelt.

Zu mir oder zu dir ist, anders als es der Name vermuten lässt, kein ordinärer Abschlepp-Schuppen, sondern eine angesagte Szene-Bar.

Daten und Fakten:

Berlin ist mit 3,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Mitteleuropa und die zweitgrößte Stadt in der Europäischen Union. Reisende können Berlin nicht nur mit dem Auto, sondern auch auf der Schiene, per Flieger (Flughafen Tegel) und sogar auf dem Wasserweg erreichen. Die Bundeshauptstadt liegt nämlich direkt im Zentrum des ostdeutschen Wasserstraßennetzes, das Berlin mit allen Himmelsrichtungen verbindet. Für den ÖPNV stehen 15 S-Bahn-Linien, neun U-Bahn, 23 Straßenbahn, 150 Bus- und sechs Fährlinien zur Verfügung.




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